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Qualifikation & Beschäftigung

Integrationsfachdienst – IFD

Das Beratungs- und Betreuungsangebot des Integrationsfachdienstes (IFD) der AWO Gemeindepsychiatrie gGmbH in Neuwied besteht seit mehr als 25 Jahren und richtet sich an Menschen, die wegen einer körperlichen Behinderung oder psychischen Erkrankung Schwierigkeiten haben, ihren Arbeitsplatz zu behalten oder überhaupt erst einen zu finden.

Der IFD vermittelt Beschäftigungsbetrieben notwendiges Wissen über Behinderung und psychische Erkrankung. Er hilft bei der Suche nach geeigneten Bewerbern und bei Problemen in der Einarbeitungsphase. Er schult Mitarbeiter, die dann Ursachen für Konflikte im Betrieb besser verstehen. So lassen sich gemeinsam mit den Betroffenen tragfähige Lösungen finden.

Menschen mit Beeinträchtigungen sind oft nicht so leistungsstark wie gesunde Mitarbeiter. Fördergelder oder technische Hilfen sorgen für Ausgleich und erhalten die Konkurrenzfähigkeit des Unternehmens. Der IFD bietet Arbeitgebern bei all diesen Fragen Beratung und Hilfe- auch im Antragsverfahren. Arbeitnehmer erhalten beim IFD Unterstützung in der Bewerbungsphase und bei der Rückkehr in den Beruf. Beratung und Hilfe gibt es auch bei persönlichen Problemen und Konflikten am Arbeitsplatz, bei Strukturveränderungen im Betrieb oder drohender Kündigung.

Arbeitsvermittlungsdienst (IFD-V)

Ziel des IFD-V ist die Vermittlung von Menschen mit Behinderung in ein geeignetes Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis. Gleichzeitig berät der Arbeitsvermittlungsdienst Arbeitgeber und Multiplikatoren in allen Fragen rund um die Einstellung behinderter Menschen. Die Betreuungsleistungen sind dabei vielfältig und individuell konzipiert. Sie umfassen dabei die Beratung zur persönlichen und beruflichen Orientierung während der Arbeitslosigkeit, das Entwickeln eines individuellen Interessen-, Leistungs- und Berufsprofils, das Erarbeiten von persönlichen Berufsstrategien, das Entwickeln und Optimieren von Bewerbungsunterlagen und die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.

Berufsbegleitender Dienst - BBD

Der Berufsbegleitende Dienst (IFD-BBD) der AWO Gemeindepsychiatrie gGmbH in Neuwied ist eine Fachberatungsstelle für Menschen mit Schwerbehinderung oder einer psychischen Erkrankung.

Ziel ist es, auftretenden Schwierigkeiten am Arbeitsplatz so zu begegnen, dass eine Beschäftigung erhalten und stabilisiert wird und nach entsprechenden Hilfs- und Lösungsmöglichkeiten gesucht wird.

Erkrankte Mitarbeiter, die eine Wiedereingliederung anstreben, eine Umgestaltung ihres Arbeitsplatzes brauchen, eine innerbetriebliche Umsetzung benötigen oder für die noch rehabilitative Maßnahmen erforderlich sind, können den BBD ebenso aufsuchen, wie Beschäftigte, die ihrer Arbeit nachgehen, aber unter betrieblichen Konflikten, Überlastung und schwierigen Situationen (bis hin zum Mobbing) am Arbeitsplatz leiden. In vielen Fällen unterstützt der BBD sogar im Kündigungsverfahren (Zustimmungsverfahren beim Integrationsamt) und sucht auch hier noch nach Lösungsmöglichkeiten.

Der BBD unterstützt und berät bei Antragsverfahren (Anträge auf Feststellung einer Schwerbehinderung, Gleichstellungsanträge, Anträge auf berufliche Rehabilitation). Die Beratung ist immer vertraulich und unterliegt der Schweigepflicht.

Mit Einverständnis der Ratsuchenden findet eine Zusammenarbeit mit Fachärzten, Kliniken und Reha-Trägern statt. Auch Arbeitgeber und betriebliche Gremien (Betriebsräte, MAV, Schwerbehindertenvertreter) greifen oft auf den BBD zurück, wenn sie Leistungsprobleme eines schwerbehinderten Mitarbeiters erkennen und Unterstützung benötigen.